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Das Kino als Treffpunkt für Geniesserinnen und Geniesser

Abb. 1: Kino Orpheum, erbaut 1920, wird heute als Jugendtreff genutzt, Baute rechts musste 1960 dem Erweiterungsbau (heute Kino «Roxy») weichen
Abb. 2: Aula der Primarschule mit passend gestaltetem Vorplatz und angrenzendem Kino «Roxy» (links)

 

(aus: Seeblick vom 20. Dezember 2013)

 

In Romanshorn besteht seit 1920 ein Kino und in der Zeit von 1960 bis 1986 gab es sogar zwei davon. Heute erlebt das Kino «Roxy» bezüglich Besucherzuspruch eine Renaissance, indem die Kinobetreiber das Filmerlebnis und das Sichtreffen abseits der Alltagshektik in den Mittelpunkt stellen und so ein willkommenes Angebot erbringen.

 

 

Bald 100-jährige Kinotradition in Romanshorn

 

Das erste Kino in Romanshorn entstand 1920 und wurde vom Basler Kinopionier Albert Jäggin betrieben. Es erhielt den auch für internationale Ohren klingenden Namen «Orpheum» (siehe Abb. 1). Der Sohn des Kinopioniers Jäggin heiratete Olga Peyer, die Tochter des damaligen Romanshorner Dorfpolizisten, und führte mit ihr zusammen bis 1974 das Kino weiter. Dieses wurde 1960 durch einen Anbau erweitert. Ab diesem Zeitpunkt hiess das «Orpheum» Kino «Süd», wo weniger seriöse Filme gezeigt wurden, und der nördlich gelegene Erweiterungsbau bekam den Namen «Nord».

 

Seit 1986 befindet sich im südlichen Gebäudeteil der Jugendtreff, während im nördlichen Teil der Kinobetrieb unter dem Namen «Modern» fortgesetzt wurde. Nun trägt das Kino seit Beginn dieses Jahres den Namen «Roxy», was im Persischen die Leuchtende oder die Strahlende bedeutet. Zusätzlich wurde mit den ersten beiden Buchstaben «Ro» bewusst der Bezug zu Romanshorn herstellt.

 

 

Entschleunigen und Geniessen

 

Das «Roxy» in Romanshorn ist heute das einzige Kino in der Region Oberthurgau. Mit seiner hervorragenden technischen Ausstattung und seinem einmaligen Ambiente ist es ein wichtiges Gütemerkmal der Hafenstadt. Neben der hohen Bildqualität beeindruckt das einmalige Tonerlebnis, welches die 22 installierten Lautsprecher ergeben. Aussergewöhnlich ist auch die exzellente Ausgestaltung der Bar auf der Empore im Kinosaal. Sie ist der ideale Ort des Kennenlernens und des Gedankenaustauschs.

 

Für das Anreichern der eigenen Gedankenwelt und das Fördern von Kreativität ist das Kino «Roxy» der geeignete Nährboden. So erklärt die Kinopromotorin und Geschäftsführerin Andrea Röst: „Wir vom Verein Feines Kino geben alles, dass hier im «Roxy» Leute aus Nah und Fern ausbrechen können vom zuweilen hektischen Alltag. Es ist ein Ort, wo sich jeder Gast auf ein einziges schönes Erlebnis konzentrieren kann und weder ein Smartphone noch eine Fernsehfernbedienung in den Händen halten muss. «Roxy» soll strahlen und leuchten als Rückzugsmöglichkeit für Entschleunigung und Genuss.“

 

Die fast schon festtäglichen Worte von Andrea Röst bieten eine gute Überleitung und Gelegenheit, mich bei der Romanshorner Bevölkerung für das bisher entgegenbrachte Wohlwollen zu bedanken. Ich wünsche allen erholsame Feiertage und viel Freude, sei es im Kino «Roxy» oder andernorts.

 

 

Nina Stieger, Stadtentwicklerin in Romanshorn