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Mehrere Körperschaften – eine Vision

Projektgruppe auf dem Gelände des Bildungs- und Bewegungscampus
Mitten im Campus befindet sich die Kantonsschule Romanshorn

 

(aus: Seeblick vom 17. April 2015)

 

Die Romanshorner Schulbehörden, der Stadtrat und die Kantonsschule wollen ihre Entwicklungsstrategien bündeln und verfolgen eine gemeinsame Vision. Der Bildungs- und Bewegungscampus im Herzen der Stadt soll Begegnungsraum und Lernfeld sein. Anfangs April haben die Behörden grünes Licht gegeben für eine gemeinsame Konkretisierung der Campus-Idee.

 

 

Im September 2014 haben die Schulbehörden, die Kantonsschule und der Romanshorner Stadtrat gemeinsam eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese sieht das Definieren einer verbindlichen Entwicklungsstrategie mit Festlegung des Raumbedarfs bis ins Jahr 2030 vor. Ausserdem verpflichten sich die Behörden, ihre öffentlichen Einrichtungen und Infrastrukturanlagen gemeinsam zu planen und Finanzierungen zu koordinieren.

 

 

Bildung und Bewegung für jedes Alter

 

Der Bildungs- und Bewegungscampus liegt im Herzen von Romanshorn und soll ein Ort des Wissensaustauschs, der Bewegung und der Begegnungen sein. „Dies soll sowohl funktional wie auch gestalterisch sicht- und erlebbar werden“, erklärt Stadtentwicklerin Nina Stieger, welche die aus Vertretern der verschiedenen Behörden und der Kantonsschule zusammengesetzte Projektgruppe koordiniert. Deren Mitglieder sehen den rund 16 Hektaren umfassenden Bearbeitungsperimeter als alters-, grenzen- und schulstufenüberschreitenden Bildungsraum. Im Bildungs- und Bewegungscampus sollen Synergien genutzt werden, so beispielweise mit einem multifunktionalen Saal, mit Turnhallen, Parkierung, Musikschulräumen, Mediothek und Kinderbetreuung. „Es geht nun darum, herauszufinden und aufzuzeigen, wie dieses wichtige Gebiet nachhaltig und langfristig optimal für Romanshorn genutzt und bebaut werden kann“, meint Andreas Goldinger von der Primarschulbehörde. Für Stefan Tinz von der Sekundarschulbehörde bringt die Campus-Idee trotz laufendem Bauverfahren in der Weitenzelg einen hohen Nutzen. Stefan Schneider, Rektor der Kantonsschule Romanshorn sagt: „Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Auch wenn die Entwicklungen der Schülerzahlen auf der Gymnasialstufe derzeit schwierig zu prognostizieren sind, halten wir viel vom schulübergreifenden und langfristig geplanten Bildungs- und Bewegungscampus.“ Die Behörden stellen sich den Bildungs- und Bewegungscampus als Begegnungsraum und Lernfeld für Erwachsene, Einheimische, Unternehmen und Vereine vor.

 

 

Konkretisierung der Campus-Idee

 

Nachdem sich die im letzten Spätsommer ins Leben gerufene achtköpfige Projektgruppe in den vergangenen Monaten intensiv mit Auftrag, Zielen und Visionen befasste, geht es nun in die nächste Phase. Mit dem Beizug eines auf Areal- und Schulraumentwicklung spezialisierten Büros soll aufgezeigt werden, wie die vier Partner ihren künftigen Raumbedarf unter Nutzung aller möglichen Synergien abdecken können. Es sollen auch Bildungs- und Bewegungsangebote ausserhalb des Bearbeitungsperimeters in Betracht gezogen werden. Dabei gelte es ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen zu vereinen, betonen die Vertreter der involvierten Körperschaften. Aus den vier zur Offertstellung eingeladenen Büros hat sich die Projektgruppe an der letzten Sitzung für das Angebot des Büros Metron Raumentwicklung AG, Brugg, entschieden, da dieses am besten auf die Bedürfnisse der vier Körperschaften eingeht. Die Kosten für die beauftragten Arbeiten belaufen sich auf 37‘000 Franken. Die Kostenbeteiligungen von allen vier Partnern liegen vor.

 

 

Die nächsten Schritte

 

Stadtammann David H. Bon sieht mit dem Bildungs- und Bewegungscampus einen engen Zusammenhang mit der kommunalen Richtplanung. „Der Bildungs- und Bewegungscampus soll ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt werden.“ Nach Projektleiterin Nina Stieger wird das Ergebnis der beauftragten Arbeiten voraussichtlich im Herbst 2015 vorliegen. „Danach werden die Behörden über das weitere Vorgehen befinden“, so die Stadtentwicklerin.

 

 

Die Absichtserklärung

Die Primar- und die Sekundarschulbehörde sowie der Vertreter des Kantons beziehungsweise der Kantonsschule und der Stadtrat haben am 23. September 2014 einstimmig die nachstehende Absichtserklärung beschlossen:

1.      Die Behörden definieren eine verbindliche Entwicklungsstrategie mit Festlegung des Raumbedarfs bis 2030.

2.      Die Behörden verpflichten sich, ihre öffentlichen Einrichtungen und Infrastrukturanlagen gemeinsam zu planen und Finanzierungen zu koordinieren.

3.      Das Projekt eines Bildungs- und Bewegungscampus (BBC) im Gebiet Weitenzelg wird von den Behörden als Planungsgrundlage weiterverfolgt.

 

Projektgruppe

Der Projektgruppe Bildungs- und Bewegungscampus gehören Jürg Felix und Andreas Goldinger (beide Primarschulbehörde); Markus Fischer und Stefan Tinz (beide Sekundarschulbehörde); Stefan Schneider (Vertreter der Kantonsschule und des Kantons) sowie David H. Bon, Melanie Zellweger bis 30. Mai 2015, Aliye Gül ab 1. Juni 2015 (Stadtrat Romanshorn) an. Die Projektgruppe wird von Stadtentwicklerin Nina Stieger geführt. Dem Projekt zugrunde liegt die Annahme, dass im Jahre 2030 rund 13‘000 Personen in Romanshorn leben. Es gilt dabei zu beachten, dass die Hafenstadt durch die Seelage und die gute Erschliessung des öffentlichen Verkehrs vor allem auch für ältere Neuzuzüger attraktiv ist.

 

Stadtlandschaften

Parallel zur Nutzungsstudie läuft das Projekt „Stadtlandschaften – Strategische Frei- und Grünräume, Bildungs- und Bewegungscampus Romanshorn“. Bei diesem geht es um die Eingliederung des Campus als grüne Lunge in das Gefüge der Stadtlandschaft und um das Ausschöpfen bestehender Qualitäten. Das Projekt ist bei der Geschäftsstelle des Agglomerationsprogramms St. Gallen–Bodensee eingereicht worden. Dieses Projekt ergänzt die Nutzungsstudie.

 

Bildungs- und Bewegungscampus im Regionaljournal Ostschweiz vom 16. April 2015