News     Agenda     Jobs     Links     Kontakt     Impressum     

Fügungen in der Offenen Galerie

15.03.2017 09:04



Ursula Höhn und Jürg-Peter Huber präsentieren in der Offenen Galerie an der Alleestrasse 39 vom 22. bis 26. März gestalterische und poetische Reflexionen. Die Ausstellung der beiden Romanshorner Kunstschaffenden steht unter dem Titel „Fügungen“.

„Oft inspiriert uns scheinbar Banales zur bildnerischen, poetischen Umsetzung. Eindrücke mutieren zu Skizzen, Collagen und Wortklängen. Manche finden in unseren gemeinsamen Werkbüchern eine erste Form und versinnbildlichen Fügungen aus unterschiedlichen Perspektiven“, erklären Ursula Höhn und Jürg-Peter Huber. „Nämlich als Wahrnehmung, Eingebung, Handwerk und Dialog“, präzisieren die Romanshorner Kunstschaffenden, die vom 22. bis 26. März in der Offenen Galerie, Einblick in ihr Schaffen gewähren und ihre Präsentationen sinngemäss unter den Titel „Fügungen“ stellen.
Spiel mit mir
Ursula Höhn spielt mit Materialien, schneidet, klebt, malt und fügt zusammen. Der in Zürich aufgewachsenen Frau, die seit über zehn Jahren ein Atelier in Romanshorn betreibt, geben Zufallsfunde, so gut wie Papierreste oder zerlegte frühere Werke Anstoss zur Gestaltung von Collagen und dreidimensionalen Objekten. Ihre Naturverbundenheit fliesst in die abstrakte Formensprache ihrer Werke ein. „Im Pröbeln, Verwerfen und Neubeginnen hallen Sinneswahrnehmungen nach, tauchen Ideen auf, formt sich langsam eine Gestalt“, erläutert die Künstlerin ihren schöpferischen Prozess. Ihr Schaffen stellt die 71-Jährige seit mehr als zwanzig Jahren in Galerien aus.  Beglückende Miniaturen Jürg-Peter Huber verfasste rund zwei Dutzend Reiseführer und Landschaftsportraits für namhafte Verlage wie Merian, Prestel und Silva und brachte diese Erfahrung schliesslich auch an der Kantonsschule Romanshorn ein. Als Gegenpol zum Bücherschreiben hat der Geograph vor knapp einem Vierteljahrhundert seine Liebe zur traditionellen japanischen Gedichtform „Haiku“ entdeckt. Die dreizeiligen „Haikus“ gelten als kürzeste Gedichtform und zeichnen sich durch Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit aus. „Nicht zuletzt sind im Zusammenwirken mit Ursula Höhn beglückende Miniaturen entstanden“, erwähnt der 72-Jährige dankbar. In der Ausstellung „Fügung“ präsentiert der Geopoet für einmal keine „Haikus“, sondern klassische japanische Fünfzeiler. Die von Jürg-Peter Huber verfassten „Tankas“ sind poetische Reflexionen um das Verhältnis zur Natur und das Unterwegssein in der sich wandelnden Welt. Die Wortschöpfungen offenbaren Einsichten von Reisen in Europa, Südamerika und Japan.

Einzelne Werkgruppen im Gespräch
Die Ausstellung „Fügungen“ ist von Mittwoch bis Freitag, 22. bis 24. März 2017 von 16 bis 19 Uhr, am Samstag, 25. März von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 26. März von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 22. März, um 18 Uhr, und am Sonntag, 26. März um 12 Uhr, bietet das Künstlerpaar ergänzend Gespräche über einzelne Werkgruppen an.


Zurück zu den News