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Abstimmung zum Verkauf Teilstück Hafenpromenade – weiterführende Informationen

01.09.2017 08:24



Irreführendes Bildmaterial
Der Stadtrat stellt im Zusammenhang mit der Abstimmung zum Verkauf eines Teilstückes der Hafenpromenade an Hess Immobilien AG fest, dass seitens der Medien wiederholt irreführendes Bildmaterial publiziert wurde. Gerne informieren wir die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber, dass jegliche im Vorfeld gemachten Studien und Ideenskizzen für die nachfolgende Planung nicht von Bedeutung sind und keine präjudizielle Wirkung haben. Im Falle eines Verkaufs wird die Projektierung des Hotels von vorne starten. Der Stadtrat hat dies auch im Vertrag explizit festgehalten und sich die entsprechende Handlungsfreiheit klar abgesichert. Dort heisst es:

7. Feststellung: Als reiner Grundstückkaufvertrag enthält der vorliegende Vertrag keinerlei Stellungnahme oder präjudizierliche Bindung der Politischen Gemeinde Romanshorn hinsichtlich von aktuellen oder zukünftigen Ideen, planerischen Konzeptionen und Bewilligungsgesuchen der erwerbenden Partei zur Umsetzung der Hotelanlage. Die Politische Gemeinde Romanshorn ist in ihren hoheitlichen Befugnissen und Verpflichtungen bei der Realisierung der Gestaltungsplanung und bei der Beurteilung eines Baugesuches zur Hotelanlage vollkommen frei.

 

Aufgrund des hohen Informationsbedürfnisses und der Tragweite des Entscheides ist der Vertrag zum Verkauf für die Dauer der Volksabstimmung auf der Homepage der Stadt Romanshorn aufgeschaltet oder kann auf der Stadtkanzlei eingesehen werden.

Grundstückskaufvertrag zwischen der Stadt Romanshorn und Hess Immobilien

 

Schätzung des Landwertes
Bei Landgeschäften der Politischen Gemeinde werden grundsätzlich Schätzungen bei anerkannten Institutionen in Auftrag gegeben. Wenn eine solche von der Gegenpartei vorliegt, wird ein Gegengutachten gemacht. Diese Schätzungen dienen als interne Grundlagenpapiere. Bei Preisverhandlungen können auch noch weitere Faktoren dazukommen.

Im Falle der Hafenpromenade wurde die Schätzung durch die Stadt bei der Thurgauer Kantonalbank veranlasst. Dabei wurde nach dem Ertragswert bewertet und verschiedene Faktoren (Zonenordnung, Risiken, Lageklasse etc.) berücksichtigt. Die Hafenpromenade gilt zum Beispiel als belastetes Gebiet gemäss Amt für Umwelt. Dann ist auch die Ausnützungsziffer sehr tief und die Nutzung stark eingeschränkt.

Ursprünglich schätzte die TKB das ganze Areal und ging dabei von ca. 6‘000 Quadratmeter Nutzfläche aus, da die Zone sowie öffentliche Erschliessungen nicht zulassen, das ganze Areal von ca. 9000 Quadratmetern zu bebauen. Diese Vorgehensweise ist durchaus im Interesse der Stadt, da der absolute Quadratmeter-Wert dadurch steigt (Wert wird auf weniger Fläche umgelegt).

Nach der Festlegung des genauen Perimeters wurde dann nochmals dessen Wert nach Ertragswertmethode berechnet. Je detaillierter die Informationen, je genauer kann bewertet werden. Es ist dabei zu bemerken, dass frühere Schätzungen einen massiv tieferen Wert ergaben, je nach Entwicklung ein solcher aber auch zunehmen kann. In jedem Fall liegt der Wert des Areals massiv unter demjenigen von einschlägigen Wohn- und Wohngewerbezonen im Zentrum mit hoher Dichte.


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