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Gemeinsamer Finanzplan 2018 bis 2022

09.11.2017 17:24



Ziel der gemeinsamen Finanzplanung ist eine abgestimmte Steuerfuss- und Investi¬tionsplanung. Der gemeinsame Finanzplan geht von den folgenden Annahmen aus:

 

Einwohnerzahl • Am 31.12.2016 zählte Romanshorn 10’751 Einwohner (ohne Wochenaufenthalter etc.). Aufgrund der aktuellen Bevölkerungsentwicklung rechnet die Stadt trotz der anhaltenden Bautätigkeit in den folgenden Jahren mit einer moderaten Zunahme von 0,5 %.

 

Steuerprognose • Das reale Wirtschaftswachstum der nächsten Jahre beträgt nach Schätzungen 1,0 %. Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zusammen ergeben eine nominelle Steigerung der Steuereinnahmen von jährlich 1,5 %. Basis der Schätzung ist die vorläufige Hochrechnung für das Jahr 2017, Stand Ende Juli 2017.

 

Kostenprognose • Die Körperschaften rechnen mit einem durchschnittlichen Anstieg von 0,5 % Sach- und 1,0 % Personalkosten in diesem Zeitraum.

 

Zinsen • Es wird davon ausgegangen, dass die Zinssätze für langfristige Finanzschulden im Schnitt weniger als 1,0 % betragen werden.

 

Selbstfinanzierung • Die Ergebnisse für die nächsten Jahre zeigen Defizite bei der Politischen Gemeinde und der Primarschule, welche sich jedoch tendenziell verringern. Die Sekundarschulgemeinde geht bis 2021 von leichten Überschüssen aus und kippt dann in ein Defizit. Dannzumal sollte die Politische Gemeinde das Haushaltsgleichgewicht wieder hergestellt haben und positive Abschlüsse schreiben. Die erwartete Selbstfinanzierung der Politischen Gemeinde, der Sekundarschule und Primarschule ist schwach, zeigt aber bis 2021 eine positive Entwicklung.

 

Investitionen • In den Jahren 2018 bis 2022 stehen jeweils im Schnitt 3,1 Mio. Franken aus Selbstfinanzierung für Investitionen zur Verfügung. Die durchschnittlichen Investitionen aller drei Körperschaften im gleichen Zeitraum betragen jedoch rund 7,9 Mio. Franken pro Jahr. So entsteht eine Finanzierungslücke, welche zu einer wachsenden Neuverschuldung führt.

Das Investitionsprogramm enthält als Schwerpunkte der Politischen Gemeinde insbesondere Investitionen für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Die Primarschulgemeinde startete im Frühling 2017 den Bau eines neuen Schulhauses im Quartier Grund und die Sekundarschulgemeinde zur selben Zeit mit dem Ersatzneubau eines Teils der Schulanlage Weitenzelg.

 

Finanzierung • Der Finanzierungssaldo als Differenz zwischen Selbstfinanzierung und Investitionen ist negativ. Die jährlichen Fehlbeträge der Jahre 2018–2022 summieren sich auf 24,1 Mio. Franken. Die Nettoschuld aller Körperschaften erreicht bis 2022 rund 37,2 Mio. Franken oder 3‘371 Franken pro Einwohner. Die Politische Gemeinde beantragt der Gemeindeversammlung vom 6. November 2017 daher eine Steuerfusserhöhung auf 2018 zum Ausgleich der stark steigenden Kosten in der Erfolgsrechnung, insbesondere bei den Sozialkosten und zur Sicherung des Haushaltsgewichtes. Die Primarschule plant trotz Neubau des Schulhauses im Grund keine Steuererhöhungen, dagegen beabsichtigt die Sekundarschulgemeinde entsprechend dem Bauverlauf beim Ersatzneubau in der Schulanlage Weitenzelg eine Steuererhöhung auf 2019.

Der gemeinsame Finanzplan fasst die Einzelbudgets und -planungen zusammen und wird jährlich nachgeführt.


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