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Handicaps hautnah erfahren

11.01.2018 16:03



Wer als Rollstuhlfahrer oder als Rollator-Benutzerin, aber auch als Mutter mit einem Kinderwagen unterwegs ist, erlebt immer wieder, wie schwierig, ja teilweise gefährlich es sein kann, von einem Trottoir auf die Strasse zu gelangen und umgekehrt. Die Leiterinnen der Rollstuhlgruppe des regionalen Pflegeheimes kennen die örtlichen neuralgischen Punkte und führten die Vertreter der Stadt gezielt zu den heiklen Stellen.


Durch Aussenbestuhlung oder Dekorationen wie an Weihnachten verengte Durchgänge oder Trottoirs werden zu schwierigen Passagen für Gehbehinderte. Selbst wenn Trottoir und Strassen mit niedrigeren Randsteinen verbunden sind, heisst das noch nicht, dass der Übergang gefahrlos passiert werden kann. Ist der Übergang beispielsweise zu steil, droht die Gefahr zu kippen.

Bahngeleise, zu steile Rampen wie beispielsweise beim Bahnhof oder gar der Ein- und Ausstieg beim Bus sind Hindernisparcours für gehbehinderte Menschen. Bei älteren Menschen kommen ausserdem häufig Seh- und Hörbehinderungen als zusätzliche Erschwernis dazu.

 

Bauliche Massnahmen
bfu-Normen schreiben detailliert vor, wie Strassen-Trottoir-Übergänge gebaut sein müssen. Einerseits müssen die Randsteine möglichst flach sein, andererseits ist aber ein Absatz von einigen Zentimetern erforderlich, damit eine Person mit Blindenstock den Übergang ertasten kann. Bauliche Veränderungen sind kostspielig, weil das ganze Trottoir abgesenkt werden muss. Die Verbesserung eines einzigen Übergangs kostet schnell mehrere Tausend Franken.

 

Bescheidene Pflegeheimbewohner
Mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert, zeigten sich die Bewohner des Pflegeheimes in der anschliessenden Gesprächsrunde gewohnt bescheiden. Sie wäre schon zufrieden, wenn die nächste Generation sicherer durch Romanshorn käme, meinte eine Rollstuhlfahrerin.

 

Die Vertreter der Stadt konnten zumindest versichern, dass bei einer baulichen Massnahme auf jeden Fall die behindertengerechten Übergänge in die Planung miteinbezogen würden. Auch der Generationenweg, eine Möglichkeit weitestgehend ohne Hindernisse und Barrieren zu spazieren, muss weiter gefördert und bekannter gemacht werden.

 

Bildlegende: Erfuhren Barrieren und Hindernisse (von rechts): Stadtpräsident David H. Bon und Stadtrat Christoph Suter zusammen mit Hedy Röllin, Helmut Schöll und Hedy Joos.


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