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Rechnung 2017 schliesst mit roter Null besser ab als erwart

12.04.2018 10:16



Der Rechnungsabschluss 2017 zeigt mit -65‘844.49 Franken einen deutlich besseren Abschluss als budgetiert. Aufgrund des grossen Defizits des Vorjahres 2016 musste damit gerechnet werden, dass auch 2017 ein Defizit realisiert werden würde. Dank grossen Anstrengungen die Ausgabenseite unter Kontrolle zu halten und Kosten zu senken und wegen des wiedererstarkten Bevölkerungswachstums höheren Steuereinnahmen sowie Sondereffekten, kann nun sogar eine „rote Null“ präsentiert werden. Die ersten, nicht budgetierten Auswirkungen aus den Haushaltssichernden Massnahmen tragen mit rund 50‘000 Franken zum Erfolg bei. Des Weiteren verbesserte eine einmalige Sonderdividende der Gasversorgung aus einer Rückzahlung der GOS (Gasversorgung Oberthurgau-See) das Ergebnis um 216‘000 Franken. Auf der Ausgabenseite sind die Kosten für die Soziale Wohlfahrt und Gesundheit weiter gestiegen, erreichten aber erfreulicherweise nicht das budgetierte Niveau. Die Zunahme der Aufwände für Soziale Hilfe ist im 2017 leicht abgeflacht und auch die Kosten für die Spitex fielen tiefer als budgetiert aus. Im laufenden Jahr 2018 ist aber eine erneute Zunahme der Sozial- und Gesundheitskosten zu erwarten. Der Druck auf den Haushalt ist unter dem Strich trotz erfreulichem Resultat nicht geringer geworden.

 

Verhalten positive Steuerentwicklung

Der Steuerertrag ist mit 14‘497‘223.81 Franken um rund 428‘223.81 Franken höher ausgefallen als budgetiert. Haupteinfluss ist die Bevölkerungszunahme von 10‘751 auf 10‘895 Einwohner mit gleichzeitig positiver Steuerkraftentwicklung. Die Steuerkraft erhöhte sich 2017 gegenüber dem Vorjahr von 1‘787 auf 1‘834 Franken pro Einwohner. Das kantonale Mittel war 2016 121 Franken höher und betrug 1‘995 Franken. Die Steuern natürlicher Personen schlugen um 288‘250.71 Franken höher zu Buche, während die Steuern für juristische Personen um 139‘973.10 Franken höher waren als budgetiert. Für den Ausgleich von Zentrumslasten wurden vom Kanton 323‘100 Franken ausbezahlt. Die nicht vorhersehbaren Grundstückgewinnsteuern pendeln sich um den budgierten Betrag ein. Während sie letztes Jahr 77‘375 Franken unter dem Budget von 450‘000 Franken lagen, resultierte im 2017 ein leichtes Plus von 59‘805.30 Franken (Total 459‘805.30 Franken).</w:sdt></w:sdt></w:sdt>

 

Investitionen

Die Investitionsrechnung 2017 weist Nettoausgaben von 2‘340‘444.84 Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 479‘920.02 Franken weniger investiert. Die wesentlichen Vorhaben waren wiederum Baubeiträge an kantonale Tiefbauprojekte (Amriswilerstrasse), Gemeindestrassen (Sonnen-/Aahegg- und Rainstrasse, Hafen-/Bankstrasse sowie Kleinbauten und Deckbeläge), Sanierungen der Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgungsstellen sowie der Baubeitrag an die Regionale Tierkörpersammelstelle Ladreute Egnach, und die Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges sowie die Ersatzbeschaffung Brandschutzbekleidung für die Feuerwehr.

Selbstfinanzierung und neue Bilanzierung des Pflegeheims

Zur Selbstfinanzierung stehen inklusive Veränderungen in den Spezialfinanzierungen 1‘711‘807.24 Franken zur Verfügung. Bei Nettoinvestitionen der Stadt von 2‘340‘444.84 Franken resultiert ein Selbstfinanzierungsgrad von 73 Prozent (Durchschnitt der Thurgauer Städte beträgt 63,7 Prozent im 2016).

Aus Gründen der Transparenz wurden die Bilanzen der Stadt und des Pflegeheims erstmals separat dargestellt. Bei 7,1 Millionen Franken Umsatz und Anlagen im Anschaffungswert von ca. 24,3 Millionen Franken ist es gerechtfertigt und von der Revision auch gewünscht, den Betrieb des Pflegeheims separat darzustellen. Durch diese Aufteilung resultiert für die Stadt ein Nettovermögen von 4‘578‘148.15 Franken, nach alter Rechnungslegung würde die Bilanz erwartungsgemäss mit einer Nettoschuld von 109‘048 Franken abschliessen.

 

Der Geschäftsbericht wird rechtzeitig in alle Haushaltungen versendet. Der ausführliche Zahlenteil wird online auf der Webseite www.romanshorn.ch ab 20. April 2018 aufgeschaltet.

Die Rechnungsgemeindeversammlung findet am Montag, 28. Mai 2018, um 19.30 Uhr, in der Reformierten Kirche Romanshorn statt.

 

Haushaltssicherung mit Ziel regelmässiger Überschüsse

Trotz dem positiven Abschluss muss weiterhin am langfristigen Ziel eines ausgeglichenen Haushalts gearbeitet werden. Während eine ausgeglichene Rechnung im operativen Sinne das Ziel ist, reicht dies nicht, um die Finanzierung von Investitionen finanzieren zu können. Dazu müssen Überschüsse bzw. Mehreinnahmen erzielt werden.

 

 

 

 


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