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Neue Steganlagen feierlich eingeweiht

Die Hafenstadt hat am Freitag und Samstag ihre neuen Steganlagen im Romanshorner Inseli- und Bootshafen feierlich eingeweiht. Trotz tiefer Temperaturen war das Interesse der Bevölkerung gross.

Gut fünf Monate dauerten die pünktlich abgeschlossenen Arbeiten. Dabei wurden in rund 4000 Arbeitsstunden auf einer Fläche von über 37'000 Quadratmetern 929 Meter Steganlagen für die 452 Bootsliegeplätze erneuert. "Die Häfen haben dadurch eine markante Aufwertung erfahren. Nicht nur punkto Komfort wie die ausgebaute Strom- und Wasserversorgung oder die Beleuchtung, sondern auch in Bezug auf die Sicherheit", sagte Stadträtin Melanie Zellweger, die das zuständige Ressort Freizeit und Sport interimistisch führt.

Sie zeigte sich bei der Einweihung am Freitag hocherfreut über das Resultat und dankte allen beteiligten Firmen und Organisationen für die professionelle und termingerechte Arbeit. Auch wies sie auf die touristische Bedeutung der beiden Häfen hin: Rund 3000 Gastschiffe mit 10'000 Passagieren laufen Romanshorn jährlich an. "Sprich: Der Romanshorner Hafen ist eigentlich ein Hotel mit schwimmenden Betten", so Zellweger.

Stadtpräsident Roger Martin hatte zuvor kurz die Geschichte des Inseli- und des Bootshafens Revue passieren lassen. So ist bekannt, dass der Inselihafen der erste Bootshafen der Stadt war, der ursprünglich als Landungsstelle für einheimische Fischer diente. 1937 wurde er mit Anbindevorrichtungen versehen, und neben den Fischerbooten hatten bereits zu dieser Zeit erste private Gondeln ihren Bootsplatz da. Während das Volk 1971 ein Projekt für die Seeufergestaltung mit zwei Bootshäfen verwarf, klappte es dann beim zweiten Anlauf 1976. Und bereits im Sommer 1977 wurde die Hafenanlage mit den Stegen in Betrieb genommen.

"Heute, fast 45 Jahre später, dürfen wir mit Stolz sagen, dass die Erneuerung der Steganlagen genau dem generellen Kurs der Hafenstadt entspricht: Die gute Substanz pflegen, gleichzeitig die Infrastruktur aber auch stetig weiterentwickeln und ausrichten auf neue Bedürfnisse und Möglichkeiten", erklärte Martin. Den Weg freigemacht hatte die Stimmbevölkerung im Februar 2020 mit der Annahme eines Kredits über 3,5 Millionen Franken. "Diese Weitsicht zeichnet die Romishornerinnen und Romishorner aus."

Viele von ihnen liessen es sich am Samstag nicht nehmen, selbst einen Augenschein in den beiden nebeneinanderliegenden Häfen zu nehmen. Mitarbeiter der städtischen Betriebe Bau und Verkehr erklärten den Interessierten in Führungen die Arbeiten und nahmen dabei auch immer wieder Bezug auf die reiche Geschichte, welche die Stadt Romanshorn untrennbar mit ihren Häfen verbindet.  

Stadtpräsident Roger Martin und Stadträtin Melanie Zellweger eröffneten die neue Steganlagen. Bild: Stadt Romanshorn/Rolf Müller