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Rechnung 2018 einstimmig genehmig

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Politischen Gemeinde Romanshorn haben die Rechnung und den Geschäftsbericht 2018 sowie die Rechnung 2018 des Regionalen Pflegeheims an der Gemeindeversammlung am 13. Mai 2019 einstimmig genehmigt. Verabschiedet wurden sechs Stadträtinnen und Stadträte, die Ende Mai 2019 aus der Behörde ausscheiden, sowie Stadtpräsident David H. Bon mit einer stehenden Ovation.


129 Stimmberechtigte und 10 Gäste hatten den Weg in die Aula der Kantonsschule zur Rechnungsgemeinde gefunden. Die Rechnung 2018 schliesst 1‘529‘964.84 Franken im Plus. Der Mehrertrag gegenüber dem budgetierten Minus von 866‘541 Franken beträgt 2‘396‘505.84 Franken. „Das ist natürlich ein schönes Resultat zum Abschluss", kommentierte David H. Bon das Ergebnis.

Mehreinnahmen und Sparmassnahmen
Insbesondere bei den Steuererträgen ergaben sich Mehreinnahmen von 1‘428‘000 Franken. Die juristischen Personen trugen dazu 312‘000 Franken, die natürlichen Personen 1'116‘000 Franken bei. Dies ist auch eine Folge des anhaltenden Bevölkerungswachstums. Zudem trugen die Liegenschaftssteuern mit 57‘000 Franken und die Grundstücksgewinnsteuern mit 236‘000 Franken über Budget zum guten Resultat bei. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 113 Prozent.

Auf der anderen Seite griffen die Haushaltssichernden Massnahmen der Stadt erstmals mit über 400‘000 Franken, und weitere Einsparungen in Verwaltungs- und Aufgabenbereichen sorgten für eine Verbesserung von total rund 1 Million Franken. Die guten Zahlen dämpften auch etwas die ansteigenden Kosten im Sozial- und Gesundheitsbereich. So lagen die Nettokosten im Bereich der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe bei knapp 2,4 Million Franken rund 750'000 Franken über dem Budget. Massiv zugenommen haben auch die Leistungen bei den Verbilligungen der Krankenkassenprämien: 423‘554 Franken mehr als budgetiert mussten bei einem Gesamtaufwand von 2‘088‘544 Franken aufgewendet werden.

Tiefere Bettenbelegung als erwartet
Die Rechnung 2018 des Regionalen Pflegeheims schliesst mit einem Defizit von 56‘708 Franken, budgetiert war ein Plus von 142‘100 Franken. Hauptgrund dafür sei die tiefe Bettenbelegung von 94 Prozent statt der mindestens notwendigen 96 Prozent bei relativ hohen Fixkosten. Zudem hätten 2018 einmalige Rückstellungs gebildet werden müssen, sagte Stadträtin Käthi Zürcher, Ressortverantwortliche Gesundheit. Der aus Legaten und Zuwendungen entstandene Pflegeheimfonds weist für 2018 einen Bestand von 759‘821 Franken aus. Wegen eines Börseneinbruchs Ende 2018 fuhr der Vermögensertrag einen Verlust von 98‘722 Franken ein. Allerdings sei dieses Defizit wegen der guten Börsenentwicklung inzwischen schon fast kompensiert.

Applaus für abtretende Behördenmitglieder
Schliesslich würdigte David H. Bon die sechs auf Ende Legislatur aus dem Stadtrat ausscheidenden Käthi Zürcher (CVP), den aus gesundheitlichen Gründen abwesenden Patrik Fink (FDP), Markus Fischer (FDP), Urs Oberholzer (Grünes Forum), Christoph Suter (parteilos) und Petra Keel (parteilos) für ihre zusammen rund 50 Jahre Engagement im Dienst der Hafenstadt.

Ihn selbst, der am 31. Mai 2019 ebenfalls seinen letzten Arbeitstag hat, beschrieb Käthi Zürcher als visionären und engagierten Macher. Sie bedankte sich namens der Bevölkerung für seinen grossen Einsatz während der letzten acht Jahre. Nach einem lang anhaltenden Applaus bedankte sich Bon seinerseits und wünschte der neuen Behörde wie den Romanshornerinnen und Romanshorner alles Gute. Als Kantonsrat werde er sich weiterhin für die Hafenstadt einsetzen, versicherte er.

Stadtrat Romanshorn