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Für Romanshorn engagiert auf der Bühne, privat lieber im Hintergrund

David H. Bon wirkte von 2011 an zwei Legislaturen in Romanshorn. Zuerst als Gemeindeammann, ab Erreichen der notwendigen Einwohnerzahl von 10‘000 Personen im April 2012 als Stadtpräsident. Zu seinem Ressort zählten das Präsidium, die Finanzen sowie die Verwaltung.

Viel Herzblut investierte der FDP-Politiker stets in die Stadtentwicklung und das Stadtmarketing, wobei auch der Tourismus und die Kultur einen hohen Stellenwert hatten. Dabei dachte er nicht nur aus einzelnen aktuellen Fragestellungen heraus, sondern erarbeitete und verfolgte zusammen mit internen und externen Fachleuten langfristig ganzheitlich strategische Ansätze für die räumliche Entwicklung, in die auch die Bevölkerung miteinbezogen wurde. Diesem visionären Engagement zollte die Fachwelt, etwa die ETH Zürich, hohe Anerkennung.

Das Leuchtfeuer als Orientierungspunkt
Als überzeugter erster Vermarkter und Erklärer der Hafenstadt verwendete er darum bei Referaten als Einstiegsbild gerne das internationale Leuchtfeuer von Romanshorn. Es symbolisierte David H. Bon die stolze verkehrshistorische Bedeutung der viertgrössten Thurgauer Gemeinde ebenso wie es ihn daran erinnerte, dass nachhaltige Entwicklungen in Schlüsselprojekten nebst präzisen Dossierkenntnissen einer gewissen Fernsicht bedürfen, um einen objektiven Blickwinkel zu erhalten. Diesem inneren Leuchtfeuer folgte er als Stadtpräsident so, wie er es als passionierter Segler mit Heimathafen Romanshorn weiterhin tun wird.

Aktiv für Romanshorn und den Oberthurgau
Spuren hinterlässt David H. Bon in der Hafenstadt viele. Ein besonders augenfälliges Beispiel ist das ehemalige Güterschuppen-Areal, das nach einer Brandstiftung im Jahr 2000 ein gutes Jahrzehnt verwildert brachlag: notabene an bester Lage direkt am See. Die Stadt übernahm die Hafenpromenade von der SBB und entwickelte sie zu einem entspannt möblierten Treffpunkt mit Gastro-Angebot, mediterranem Touch und Sandstrand, wo sich Bevölkerung und Touristen zum geselligen Verweilen treffen. Nicht zuletzt setzte er sich mit dem Stadtrat dafür ein, dass ein privater Investor am Hafen ein Hotel bauen kann, welches die touristische Attraktivität weiter steigern wird.

Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit zusammen mit den Ressorts nebst vielem anderen die Bodan-Überbauung ausgeführt, der Umbau und die Sanierung des Pflegeheims realisiert, das Kornhaus in die Realisierungsphase gesteuert, die Hafenplattform erstellt, der Neustart des Kino Roxy und dem Verein „Feines Kino“ gefeiert, der Sport- und Bewegungscampus in Zusammenarbeit mit den Schulen entwickelt und die Landverhandlungen für eine mögliche Mehrzweckhalle intensiviert.

Als liberaler Kantonsrat setzte er sich für die Interessen der Hafenstadt wie für den ganzen Oberthurgau ein. Ebenso nutzte er seine Kontakte als Präsident der FDP Thurgau gewinnbringend. So zog etwa Karin Keller-Sutter ihre erste Bilanz als Bundesrätin medienwirksam in Romanshorn. Stark machte sich David H. Bon aber auch dafür, dass die Bodensee-Thurtalstrasse BTS in Bundesbern auf dem Radar blieb, das Eissportzentrum Oberthurgau überregionale Bedeutung erlangte und Schwimmbegeisterte mit dem "Winterwasser" im Seebad ganzjährig ihre Bahnen ziehen können.

Professionelles Rollenverständnis
Zu würdigen ist auch sein Engagement für einen ausgeglichenen Haushalt der Hafenstadt. So schloss die Rechnung 2018 mit einem Plus von über 1,5 Millionen Franken ab, was vor allem Mehreinnahmen bei den Steuern, aber auch dem Sparkurs der Stadt zu verdanken ist, den David H. Bon unbeirrt verfolgte.

Dabei unterschied er stets zwischen der Rolle als Stadtpräsident und jener als Privatmann: Als der Stadtrat 2018 das Weggeld für Wandergesellen auf der Walz strich, vertrat er den Entscheid nach aussen. Gleichzeitig war er eine der beiden Personen, die einen privaten Fonds gründeten und finanzierten, der Auszahlungen an die Wandergesellen ab 2019 wieder möglich machte. Das illustriert sein Rollenverständnis treffend: Als Stadtpräsident rückte er Romanshorn gekonnt ins Scheinwerferlicht, privat ist ihm jeder Rummel um seine Person eher unangenehm. - Danke, David H. Bon.


Bildlegende:

Acht Jahre intensives Engagement für die Hafenstadt: David H. Bon vor dem Inseli Romanshorn.
Bild: Stadtverwaltung Romanshorn / Rolf Müller

 

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