Direkt zum Inhalt springen

Laufende Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Projekte aus dem Bereich der Stadtplanung.

Neugestaltung und -organisation Bahnhofplatz

Gegen das Baugesuch zur Neugestaltung und Neuorganisation des Bahnhofplatzes in Romanshorn sind während der öffentlichen Auflagefrist bis 9. Oktober 2024 drei Einsprachen eingegangen. Es ist mit zeitlichen Verzögerungen bei der Umsetzung des Projekts zu rechnen.

Die Romanshorner Stimmberechtigten hatten der Neugestaltung Ende 2022 zugestimmt. Der Bahnhofplatz als zentrale Verbindung zwischen Hafenareal und Stadtzentrum soll mit baulichen und gestalterischen Mitteln aufgewertet und für alle Nutzenden sicherer werden.

Mehr Grünräume sowie ein neuer kleiner Platz mit Fenster zum See und Bäumen sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf 2,1 Millionen Franken. Nach Abzug der Gelder von Bund und Kanton sind es für die Stadt Romanshorn noch 1,46 Millionen Franken.

***

"Eine Chance für Romanshorn"

Am 27. November 2022 haben die Romanshorner Stimmberechtigten an der Urne zur Erneuerung des seit 20 Jahren nicht mehr wesentlich veränderten Bahnhofplatzes zugestimmt. Eine Projektstudie sieht stimmige Aufwertungmassnahmen für eine urbane Aufenthaltsqualiät mit viel Grün vor. 

***

Abstimmungsbotschaft

Fenster zum See.
Fenster zum See.

Neugestaltung und Neuorganisation Bahnhofplatz

 

Situation Übersicht.

Am Bahnhof von Romanshorn bietet sich nun – nebst den gesetzlichen Aufträgen und Aufgaben der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes bei Publikumsanlagen – eine einmalige Chance, den Bahnhofplatz aufzuwerten. Dadurch erhält die Hafenstadt eine neue, sichere und ansprechende Visitenkarte. Die Passagiere des öffentlichen Verkehrs werden bei ihrer Ankunft in Romanshorn einladend empfangen und Pendlerinnen und Pendler erleben eine frische Atmosphäre.

Der Bahnhofplatz ist einer der wichtigsten Orte in der Hafenstadt. Nebst den vielen Pendlern, die täglich das Areal nutzen, kommt dem Platz auch eine Scharnierfunktion zwischen Hafenareal und Stadtzentrum zu. Die vorhandene Infrastruktur auf dem Bahnhofplatz vermag die Bedürfnisse von heute nicht mehr zu befriedigen und sorgt für gefährliche Situationen zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmenden. Ausserdem sind die bestehenden Haltekanten für die Busse zu tief. Sie verstossen heute gegen die Vorschriften des Behindertengleichstellungsgesetzes. Um den Busknotenpunkt aufzuwerten und die Probleme am Bahnhofplatz zu beheben, sind Investitionen unumgänglich.

Um die verschiedenen Herausforderungen möglichst optimal zu koordinieren, hat der Stadtrat Anfang 2022 ein Planerwahlverfahren lanciert, um Vorschläge zu erhalten, den Bahnhofsplatz als städtischen Lebensraum qualitätsvoll neu zu gestalten. Das in diesem Verfahren ausgewählte Siegerprojekt des Studio Vulkan Landschaftsarchitektur AG Zürich wurde in den letzten Monaten zu einer stimmigen Studie ausgearbeitet. Mit der vorgeschlagenen Neugestaltung des Bahnhofplatzes kann neben der Erneuerung der Bushaltekanten auch die Linearität des Strassenraumes durch die farblich und gestalterische Belegung der Platzfläche gebrochen werden, wodurch die Sicherheit markant erhöht wird. Mit der nachhaltigen Umsiedlung der bestehenden, gedeckten Veloabstellplätze am Bahnhof und dem Wiederaufbau nördlich des Restaurants Anker wird der Veloverkehr aktiv und nachhaltig gefördert. Durch die dadurch ermöglichte Schaffung eines "Fensters zum See" wird ein attraktiver, mit neuen Bäumen bepflanzter Freiraum für die Romanshorner Bevölkerung geschaffen. Durch die geplante Begrünung und Beschattung auf dem Bahnhofplatz soll zudem die Aufenthaltsqualität für zu Fuss Gehende und das Erscheinungsbild des Romanshorner Bahnhofs erhöht werden.

Beschrieb Studie Bahnhofplatz

 

Situation Bahnhofplatz.

Die Studie sieht für den Bahnhofplatz folgende Konzeption vor:

  • Der Perimeter erstreckt sich vom Norden in der Bankstrasse beim heutigen Start der Begegnungszone bis in den Süden beim Knoten Rislen-/Neustrasse. Der Perimeter ist nicht eng gefasst, er kann durch die Belagsgestaltung auslaufen oder bei Bedarf ergänzt werden.
  • Mit dem Aufbringen der vorgeschlagenen Grafik auf die bestehende Oberfläche des Bahnhofplatzes kann das Verkehrsregime in eine platzartige Begegnungszone – Tempo 20 – gestaltet werden. Die farblich und gestalterische Belegung der Platzfläche mit einer durchgehenden Farbtextur löst den Raum von seiner Funktion als Verkehrsfläche – die Linearität des Strassenraumes wird gebrochen. Einzelne Querelemente wirken bremsend. Dadurch wird die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr verbessert.
  • Die bestehende, überdachte Veloparkieranlage für Pendlerinnen und Pendler am Bahnhof wird auf die Parzelle südlich des Restaurants Anker, den heutigen Parkplatz für Autos und Velos, gezügelt, also ab- und wiederaufgebaut. Dadurch kann ein "Fenster zum See" geschaffen werden, welches als attraktiver, mit neuen, standortgerechten Bäumen bepflanzter Freiraum genutzt werden kann – ein grosser Mehrwert.
  • Vor der ehemaligen Post sollen vier Kurzzeitparkplätze, vor der Bäckerei Taxis angeordnet werden. Bestehende blaue Zone-Parkplätze um den Bahnhofplatz sowie die Langzeitparkierung im Parkhaus Bodan ergänzen die Parkplätze. Bei den Eingangsbereichen zu den Gewerbebetrieben in den Erdgeschossen sollen einzelne Velobügel angeordnet werden.
  • Wo es der Verkehrsraum des Bahnhofplatzes erlaubt, werden versiegelte Flächen aufgeschnitten, mit Bäumen und versicherungsfähigen Zonen ergänzt und damit schattige Aufenthaltsbereiche geschaffen. Diese Flächen bilden einen positiven und wichtigen Beitrag zur stadtklimatischen Verbesserung. Klassische Stadtbänke und hölzerne Flösse als Loungeflächen laden zum Verweilen im Alltag oder zum Warten auf den nächsten Bus oder Zug ein.
  • Die Haltekante des in Richtung Arbon fahrenden Buses wird auf dem Bahnhofplatz, vor dem Migrolino, behindertengerecht erstellt und der Warteraum mit einem Dach ergänzt. Die südliche Haltekante des in Richtung Amriswil fahrenden Buses bleibt vorerst am selben Platz wie heute, wird aber behindertengerecht aufgerüstet.

Belagsfläche

Wellenartige neue Oberflächengestaltung Bahnhofplatz.

Mit der Neugestaltung der Oberflächengestaltung des Bahnhofplatzes kann das Verkehrsregime sofort in eine platzartige Begegnungszone umfunktioniert werden. Der Mehrwert wird insbesondere für zu Fuss Gehende und Velofahrer spürbar.

Im heutigen Belag des Bahnhofplatzes in Romanshorn ist die Geschichte der letzten Jahre ablesbar. Vom klassischen Strassenquerschnitt mit einem langen Betonelement als Wasserstein über quer eingefügte Beleuchtungsstreifen bis hin zur neuen Vorzone des ehemaligen Hotels Bodan – die sehr lebendige Entwicklung und gute Ideen sind erhalten. Mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes sollen diese Ideen jetzt nicht weggewischt werden. Als Verkehrsfläche funktioniert der Platzraum – es gibt so keinen funktionalen Grund, die komplette Belagsfläche zu ersetzen und neu zu asphaltieren.

Die Grafik des Belagauftrags nimmt in abstrakter Form die Wasserfläche des Hafenbeckens auf. Die Kleinteiligkeit strukturiert den Belag angenehm im menschlichen Massstab, sie ist für den Besucher greifbar. Im Gesamtbild ist das grosse Ganze - die eindeutige Lage am Hafen von Romanshorn ablesbar. Der Bahnhofplatz bleibt so über den für Romanshorn spezifischen Belagsteppich dem Besucher und Durchreisenden in guter Erinnerung – das gibt es nur in Romanshorn.

Der bestehenden Belagsebene wird nun eine neue Schicht hinzugefügt. Wie im Strassenbau wird die Wellengrafik auf die bestehenden Belagsflächen mit einer Strassenmarkierungsfarbe aufgetragen. Als grafische Textur aus Einzelelementen geplant, ist so auch zukünftig die Korrektur bzw. die Ausbesserung einzelner Belagsflächen in der Wellengrafik möglich. Die Intensität/Kleinteiligkeit der Wellengrafik reagiert dazu subtil auf das Mass der Nutzung um den Bahnhof. Intensive Bereiche mit einer hohen Anzahl von Querbeziehungen wie zum Beispiel im Bereich der Bahnhofshalle zeichnen sich durch kleinere Wellenflächen aus. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit der schnelleren Verkehrsteilnehmer im Auto und auf dem Velo nochmals geschärft und die Linearität des Strassenraumes wird gebrochen. Dadurch wird die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr verbessert.

Fenster zum See

Situation "Fenster zum See".

Durch den Umzug der bestehenden Veloanlage auf die Parzelle südlich des Restaurants Anker wird der Platzraum zwischen Stadt und Hafen freigespielt. Hier entsteht ein attraktiver neuer Freiraum für ganz Romanshorn.

Veloabstellflächen

Verschobene und neu aufgebaute Veloparkierung südlich des Restaurants Adler.

Für die bestehende, überdeckte Veloparkieranlage wird in der Studie ein neuer Standort für die gebündelte Parkierung von Velos vorgeschlagen. Zuerst wird die bestehende Anlage abmontiert und auf die Parzelle südlich des Restaurants Anker verschoben und neu montiert. Langfristig entsteht hier eine neue Velostation mit sicheren Velostellplätzen und der Option, den Veloverleih von der anderen Gleisseite auf die richtige Seite, dort, wo der Bodenseeradweg ist, zu zügeln. Vorerst werden mit dem Zügeln der bestehenden Velostation die Fundamente für die späteren Velohub gebaut. Für die Gewerbebetriebe in den Erdgeschossen am Bahnhofplatz werden zusätzlich einzelne Velobügel in den Eingangsbereichen angeboten. Diese dienen für den schnellen Einkauf.

Bushaltestelle

Mit den neuen Bushaltekanten der Haltestelle Bahnhof können die Vorschriften des BehiG erfüllt werden. Durch die Überdachung der Haltekante in Fahrtrichtung Arbon wird sogar eine deutliche Komfortverbesserung für alle Passagiere geschaffen. Am Bahnhof Romanshorn verkehrt eine Buslinie der Autokurse Oberthurgau. Gemäss aktuellem Fahrplan sind jeweils jede halbe Stunde zwei Busse gleichzeitig für ca. zehn Minuten am Bahnhof.

Die heutige Lage der Bushaltestelle am Bahnhof Romanshorn ist für den Besucher schwer verständlich, dies führt zu höheren Umsteigezeiten und in einer räumlichen Engstelle mit dem Bodenseeradweg zu schwierigen Situationen. Um die Sichtbarkeit und die Umsteigebeziehungen der Bushaltestelle von der Bahnhofshalle zu verbessern, wird die Haltekante des in Richtung Arbon fahrenden Busses auf den Bahnhofplatz, vor den Migrolino, verschoben. Sie ist so direkt vom Ausstieg der Personenunterführung gut sichtbar. Hier wird eine neue behindertengerechte Haltekante mit einem Dach für die Wartenden erstellt. Langfristig wird auch die südliche Haltekante des in Richtung Amriswil fahrenden Busses verschoben. Auch sie sollte näher an die Bahnhofshalle rücken. Dazu muss zusammen mit der SBB ein Ersatzstandort für den bestehenden Kiosk gefunden werden. Vorerst bleibt diese Haltekante am bestehenden Ort und wird gesetzeskonform aufgerüstet.

Autoparkplätze

Vier Kurzzeitparkplätze, um Bahnreisende abzuladen, abzuholen oder einen kurzen Einkauf in den Geschäften am Bahnhofplatz zu tätigen, befinden sich neu vor dem ehemaligen Postgebäude, näher zum Bahnhofgebäude in den Platz gerückt. Weitere blaue Zone-Parkplätze befinden sich rund um den Bahnhofplatz in unmittelbarer Gehdistanz. Der Übergangsbereich von der Bahnhofshalle zum "Fenster zum See" ist von allen Stellplätzen freigehalten. Die fünf vor der heutigen Veloparkieranlage, die jeweils drei vor der Post, dem Migrolino und der Bäckerei sowie die sechs vor dem Bahnhofsgebäude bestehenden Parkplätze werden alle aufgehoben. Langzeitparkierung ist im Parkhaus Bodan möglich. Auf dieses wird bei der Bahnhofstrasse mit einer grösseren Signalisationstafel hingewiesen. Taxis werden neu vor der heutigen Bäckerei angeordnet. Die gewählte Parkplatzanordnung auf dem Bahnhofplatz schafft eine klare Situation bei der Anfahrt zum Bahnhof und reduziert damit den unerwünschten Parkplatzsuchverkehr.

 Gestaltungselemente Bahnhofplatz

Bepflanzungen

Der hohe Anteil an Belagsflächen um den Bahnhof von Romanshorn steht entgegen dem Bedarf an Aufenthaltsflächen und im sich wandelnden Stadtklima aktiven Nutzung des anfallenden Regenwassers. Mit der Neugestaltung wird dieses Ungleichgewicht aufgehoben. Die Verkehrsfläche wird auf das nötigste reduziert - die funktionalen Abläufe für lokale Gewerbebetriebe konzentriert. In den so freigespielten Flächen wird der bestehende Bodenbelag aufgeschnitten - Raum für schattenspendende, standortgerechte Baumpflanzungen und lokale Retention zur Rückhaltung des Oberflächenwassers entsteht. Mit den neuen Baumgruppen entstehen so schattige Aufenthaltsbereiche – im Prinzip der Schwammstadt agiert die Platzfläche dazu als Wasserspeicher zum Temperaturausgleich an heissen Sommertagen.

Der Vielfalt der räumlichen Situationen soll um den Bahnhof Rechnung getragen werden. Das vorgeschlagene Baumkonzept sieht deshalb keinen homogenen Layer über den gesamten Platzraum vor, sondern geht vielmehr auf die unterschiedlichen räumlichen Situationen ein. So wird beim "Fenster zum See" mit Bäumen ein schattiger Platz gestaltet. Vis à vis vor der Überbauung Bodan kann die Allee ergänzt und an der Ecke Bahnhofstrasse eine Gruppe neuer Bäume gepflanzt werden. Vor der ehemaligen Post, dem Migrolino und der Bäckerei bilden Baumgruppen eine Vorzone zur Stadtkulisse von Romanshorn. Verstreute Baumgruppen strukturieren die Bahnhofshalle und bieten schattigen Kurzaufenthalt an.

Möblierung

Der Bahnhofsraum soll in Zukunft zum Aufenthalt auch ohne Konsumzwang einladen. Hierzu ist ein Angebot an alle Generationen notwendig. Klassische Stadtbänke laden zum schattigen Aufenthalt unter den neuen Baumgruppen im Platzraum ein. Hölzerne Flösse, als Loungeflächen ausgestaltet, bieten Sitzgelegenheiten zum lockeren Aufenthalt. Sie werden von Einzelpersonen aber auch von Gruppen belegt und bilden eine attraktive Alternative zum Verweilen im Alltag oder zum Warten auf den nächsten Zug oder Bus.

Beleuchtung

Analog der differenzierten räumlichen Ausgestaltungen des Platzes durch neue standortgerechte Baumpflanzungen zielt auch das Beleuchtungskonzept auf die Vielfalt und den Charakter einzelner Schlüsselräume. Über eine architektonische Ausleuchtung der Dachkonstruktion wird die Tragstruktur der Bahnhofshalle auch in der Dunkelheit freigelegt und inszeniert. Es entsteht ein Aufenthaltsraum mit hoher Sicherheits- und Orientierungsqualität. Die Zone vor dem Bahnhofgebäude ist durch hohe Masten, die mit mehreren Spots bestückt sind, ausgeleuchtet. Die Masten legen die Fussgängerebene frei - durch die präzise gesetzten Spots sind die Lichtkegel kleinteilig und dem Mass der Nutzung entsprechend. So entsteht ein lebendiges Lichtbild, das das Treiben auf dem Platzraum widerspiegelt. Das Thema des Aufenthalts unter dem Baum-dach wird über die Beleuchtung des "Fensters zum See" zelebriert. Durch in die Baumkronen integrierte Lichterketten beim Fenster zum See entsteht eine atmosphärische Beleuchtung, die zum Aufenthalt nicht nur an lauen Sommerabenden einlädt.

Sicherheit / Verkehrsregime

Den Sicherheitsaspekten wurde bei der Erarbeitung der Studie in mehreren Bereichen Rechnung getragen. Das vorgeschlagene Verkehrsregime baut auf der heutigen Situation auf. Der ganze Bahnhofsplatz ist eine Mischverkehrsfläche, die als Begegnungszone organisiert ist. Der motorisierte Verkehr, Fuss- und Veloverkehr und ÖV teilen sich eine Fläche im Gegenverkehr, zu Fuss Gehende haben Vortritt. Dies sichert nicht nur die freie Bewegung der Passanten, der Busbetrieb ist im Gegenverkehr betrieblich flexibel und für die Zukunft ausbaufähig. Auch ist die vorgeschlagene Gesamtlösung aufwärtskompatibel – verkehrlich wie auch gestalterisch. Eine spätere Fussgängerzone bleibt möglich. Die farblich und gestalterische Markierung der Platzfläche mit einer durchgehenden Farbtextur löst den Raum von seiner Funktion als Verkehrsfläche – die Linearität des Strassenraumes wird gebrochen. Einzelne Querelemente wirken bremsend. Punktuell sollen Gestaltungselemente/Möblierungen sinnvoll angeordnet werden, um einen "geschützten" Seitenbereich für zu Fuss Gehende, z.B. vor dem Bahnhofsgebäude, zu schaffen. Die verkehrlichen Funktionen sind zusätzlich präzise zoniert. Dies macht die Auffindbarkeit von z. Bsp. der Kurzzeitstellplätze eindeutig und einfach. Es reduziert dazu den motorisierten Suchverkehr am Bahnhof in Romanshorn. Dadurch wird auch die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr verbessert.

Weitere sicherheitsrelevante Aspekte wie Beleuchtung, allfällige Videoüberwachung etc. werden in der Ausarbeitung des Vorprojekts miteinbezogen. Andere Massnahmen wie die aufsuchende Jugendarbeit etc. werden selbstverständlich weitergeführt. Die Erfahrung anderer Städte und der SBB zeigen, dass moderne und gut unterhaltene Bus- und Bahnhöfe weniger anfällig sind für Vandalenakte und andere Straftaten. Je höher die Attraktivität eines Bahnhofs ist, desto eher weniger gibt es Übergriffe und Sachbeschädigungen.

Aktueller Stand - Sonderseite Seeblick vom 30.09.2022