Laufende Projekte
Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Projekte aus dem Bereich der Stadtplanung.
Stadthaus+
Mit dem Stadthaus+ entsteht ein Ort, an dem Verwaltung, Begegnung und Leben zusammenkommen. Ein zeitgemässes Verwaltungsgebäude mit allen Abteilungen unter einem Dach, ein Stadtplatz im Zentrum und ein Ort für Vereine, Austausch und Begegnung.
Das Gebäude der Stadtverwaltung Romanshorn an der Bahnhofstrasse 19 ist 130 Jahre alt und in schlechtem Zustand. Die Anforderungen an eine zeitgemässe Verwaltung sind schon lange nicht mehr erfüllt. Das ehemalige Gasthaus Schönthal dient seit 1918 als Gemeindehaus. Wegen Platzmangel müssen bereits seit den 1960er-Jahren externe Büroräumlichkeiten dazu gemietet werden. Es müsste für einen hohen ein- bis zweistelligen Millionenbetrag totalsaniert und erweitert werden. Ein Neubau ist darum zweckmässiger.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.
Ausgangslage
Die Stadtverwaltung ist heute gesamthaft über vier Standorte in drei Gebäuden in der Stadt verteilt. Die dezentrale Ausrichtung bringt sowohl für die Bevölkerung als auch für die internen Abläufe Nachteile mit sich. Im aktuell nicht behindertengerechten Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse 19 befinden sich derzeit die Einwohnerdienste, das Amt für Sicherheit, die Abteilung Anlagen und Betriebe, das Stadtpräsidium mit den Mitarbeitenden des Präsidialamtes, die angehörende Stadtkanzlei sowie die Abteilung Finanzen. An der Bahnhofstrasse 13 (ehemaliges Gebäude der TKB) ist die Abteilung Bau, Umwelt und Verkehr ebenfalls nicht behindertenkonform beheimatet. Im Konsumhof 3 an der Alleestrasse befindet sich die Abteilungen Soziale Dienste sowie das Steueramt. Zwar sind die Abteilungen in einigen Gehminuten erreichbar, ein wirklicher Austausch sowie eine einheitliche Betriebskultur konnte sich jedoch so nicht entwickeln. Mehrheitlich arbeiten die Abteilungen autonom und isoliert in ihren eigenen Bereichen und verursachen aufgrund der aufwändigeren Koordination Mehrkosten. Auch belasten die zusätzlichen Mietkosten jährlich die Erfolgsrechnung.
Handlungsbedarf
Das Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse 19 ist zwar im Besitz der Stadt, jedoch mittlerweile rund 120 Jahre alt. Im Innern wurden die Räume ursprünglich nicht für eine Verwaltung erbaut, sondern sind mehrheitlich aus einem ehemaligen Restaurant sowie Wohnhaus geboren. Deren Nutzung erfolgt heute möglichst zweckmässig, aber alles andere als optimal. Die Statik des Gebäudes wurde im Jahr 2020 geprüft. Es zeigte sich, dass erhebliche Mängel sowie Einsturzgefahr im Dachgeschoss herrschen. Präventiv mussten zur Überbrückung auf verschiedenen Stockwerken zusätzlich bauliche provisorische Stützpfeiler angebracht werden. Im Keller des Hauses musste zudem vor rund acht Jahren das gesamte Archiv extern (Schutzräume im Keller des Pestalozzischulhauses) ausgelagert werden, da aufgrund der Feuchtigkeit ein ausgiebiger Schimmelbefall mit gesundheitsgefährdeten Auswirkungen vorherrschte. Der Keller musste für viel Geld professionell vom Schimmelbefall befreit werden, er ist derzeit trotz laufender Entfeuchtungsgeräten nur noch teilweise nutzbar.
Die Schalter für die Besuchenden der Stadtverwaltung erinnern zudem eher an ein Provisorium eines Ticketschalters bei einer vorübergehenden Veranstaltung und offenbaren keine sich zu wünschende Willkommenskultur. Die Räume sind dunkel, eng und in die Jahre gekommen. Akustische Mängel sowie fehlende Diskretion sind weitere unangenehme und nicht mehr zeitgemässe Gegebenheiten. In der Vergangenheit haben auch immer wieder gut qualifizierte Bewerbende wegen den Arbeitsplatzverhältnissen auf eine Anstellung verzichtet, was gerade in Zeiten von zunehmendem Fachkräftemangel herausfordernd ist. Die oberen Geschosse im Stadthaus sind zudem für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich, da kein Lift vorhanden ist. Nicht nur für beeinträchtigte Kundinnen und Kunden ist der Zugang deshalb beschwerlich, sondern auch die Tatsache, dass in diesem Gebäude keine rollstuhlfahrenden Mitarbeitenden angestellt werden könnten, ist diskriminierend und verstösst gegen das Behindertengleichstellungsgesetz.
Bei einem allfällig negativen Ausgang dieser Abstimmung müssten am Standort der Bahnhofstrasse 19 umfangreiche Sanierungsarbeiten im Millionenhöhe erfolgen oder eine andere Lösung gefunden werden. Denkbar wäre ein Um- und Anbau des bestehenden Gebäudes, welche mit einer massiven Verkleinerung der Parkplätze einhergehen würde. Weitere Arbeitsplätze könnten so dazu gewonnen werden. Die für die gesamte Verwaltung erforderliche Fläche liesse sich dennoch nicht realisieren. Bei dieser Lösung müssten zudem Übergangslösungen für eine Bauphase gesucht werden und somit weitere Räumlichkeiten vorrübergehend dazu gemietet werden. Auch ein Um- und Anbau würde jedoch keine sehr langfristige Nutzung ermöglichen.
Eine weitere Option wäre eine Veräusserung des Gebäudes und die Suche nach einer komplett neuen und adäquaten Kauf- oder Mietlösung für die Stadtverwaltung. Eine reine Mietlösung wurde aber bereits in den Jahren 2006 und 2016 an der Urne abgelehnt, weshalb sie nebst den langfristig höheren Kosten für den Stadtrat keine präferierte Option darstellte.
Als Fazit zur Ausgangslage lässt sich festhalten, dass in jedem Fall dringender Handlungsbedarf innerhalb der nächsten Jahre besteht. Auch bei einem Nein zur Vorlage wird nicht verhindert, dass erhebliche finanzielle Aufwände im Zusammenhang mit dem Stadtverwaltungsgebäude auf die Stadt zukommen werden.
Medienmitteilungen
- Ausstellung zum Siegerprojekt Neues Stadthaus+ vom 12.07.2024
- Stadthaus+: Siegerprojekt heisst "Ahoi!" vom 05.07.2024
- 82 Eingaben für Neues Stadthaus+ vom 27.03.2024
- Stadthaus+ nimmt Fahrt auf vom 09.11.2023
- Stadthaus+: Kooperatives Zielbild erstellt vom 06.07.2023
- Parzellenkäufe geplantes Stadthaus+ vom 15.02.2023
- Bevölkerungsbefragung zum Stadthaus+ vom 12.01.2023